Nürnberg, 11. Juni 2026 – Mit einem klaren Appell zu Hoffnung, Verantwortung und gesellschaftlichem Engagement hat der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Nürnberg seinen Jahresempfang in der Sebalduskirche begangen. Rund 500 Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft nahmen teil.
Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern stellte den Abend unter das Leitmotiv des „Aufstehens gegen die Angst“. Zukunft sei keine Bedrohung, sondern gestaltbar – durch gemeinsames Handeln und Vertrauen: Hoffnung und Zuversicht seien „Gegenmittel“ gegen gesellschaftliche Lähmung.
Festredner Prof. Dr. Heribert Prantl unterstrich diese Perspektive mit einem eindringlichen Plädoyer für demokratische Haltung:
„Hoffnung ist gelebtes Dennoch.“
Zukunft entstehe nicht passiv, sondern durch bewusste Entscheidungen:
„Die Frage ist, welche Zukunft man haben will.“
Musikalisch begeisterte Militärdekan Rüdiger Glufke, der die Impulse der Wortbeiträge in seinen Improvisationen am E-Piano und an der Orgel gekonnt aufgriff und durch sein Spiel emotional vertiefte.
In ihren Grußworten würdigten Innenminister Joachim Herrmann und Oberbürgermeister Marcus König die Rolle der Kirche als Stabilitätsanker. Sie hoben die enge Partnerschaft zwischen Staat, Stadt und Kirche sowie deren Beitrag zu sozialem Zusammenhalt, Demokratie und Wertevermittlung hervor.
Kernbotschaft des Abends: Angst ist berechtigte Realität – entscheidend ist, ihr mit Hoffnung, Haltung und gemeinsamem Handeln zu begegnen.
