"Kirche muss auffindbar und niederschwellig sein"

Die Kirche ist besonders an Orten gefragt, wo Menschen ihre Grenzen erfahren. Das haben die evangelischen Regionalbischöfe des Kirchenkreis Nürnberg, Stefan Ark Nitsche und Elisabeth Hann von Weyhern vor der evangelischen Landessynode in Schwabach betont. Bei der Vorstellung der Arbeit in ihrem Kirchenkreis wiesen sie auf die Seelsorge an Hochschulen, im Krankenhaus, in Alten- und Pflegeheimen, in der Notfallseelsorge oder in der Polizei-, Feuerwehr- und Militärseelsorge hin.

Leidenschaftliches Plädoyer für das Leben

„Auch wenn der tägliche Anschein der Nachrichtenbilder und mancher persönlichen Erfahrungen anderes nahelegt: Die Welt ist nicht gottlos geworden! Jesus Christus, der Botschafter der von Liebe getragenen Zuwendung Gottes zu seinen Menschen bleibt seiner Mission treu bis zuletzt. Und damit bricht die zynische Macht der Angst vor dem Tod in sich zusammen: Auch der Tod hat ihn nicht klein gekriegt!“, so Regionalbischof Nitsche in seiner Predigt zu Karfreitag.

Die Pressemeldung finden Sie hier.

Regionalbischof Stefan Ark Nitsche stellt sich vor Pfarrerin Simone Hahn

 

Mit Glockengeläut hatte die Kirchengemeinde St. Jakob am 11. März zum Gebet aufgerufen, als auf dem Platz vor der Kirche menschenverachtende Parolen aus einer Pegida-Demonstration ertönten.

Daraufhin erhielt die Pfarrerin der Kirchengemeinde, Simone Hahn, über 100 unsägliche Hassmails aus dem rechtsextremen Milieu. Auslöser der Hassmails war ein hetzerischer Artikel auf dem rechtspopulistischen Web-Blog „politically incorrect“ (PI-News) des Autors Michael Stürzenberger.

"Am Glauben zweifeln - im Zweifel glauben"

Glaube und Zweifel gehören zusammen - gerade in der Passionszeit. Das Leiden Jesu zerstört unser Bild von einem allmächtigen Gott. Das Leid der Welt stellt unsere Glauben an einen "lieben Gott" in Frage. Manch einer hat nach einem schweren Schicksalsschlag mit seinem Glauben abgeschlossen und doch treibt ihn die Sehnsucht um, glauben zu können.

Die Passionsgespräche von Regionalbischof Dr. Stefan Ark Nitsche an drei Freitagen vor Karfreitag nehmen den Zweifel ernst und versuchen zum Glauben zu ermutigen. Sie können sie auf Soundcloud nachhören:

"Wie kann Gott das zulassen?" - 1. Gespräch am 9.3.2018
"Warum musste Jesus sterben?" - 2. Gespräch am 16.3.2018
Was bedeutet "Auferstehung der Toten"? - 3. Gespräch am 23.3.2018

 

"Es gibt nicht den Islam"

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Gerhard Ulrich (Schwerin), hat Aussagen von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zum Islam als "respektlos" gegenüber Muslimen bezeichnet. Zum Abschluss einer dreitägigen Bischofskonferenz in Nürnberg zum Thema Islam sagte Ulrich am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd), die Diskussion, ob der Islam zu Deutschland gehöre, sei "überflüssig und eher spaltend". Die Unterscheidung Seehofers zwischen dem Islam und den Menschen, die diese Religion ausüben, "kann ich nicht teilen".

Es gehe in der Diskussion nicht um die Frage der Religion, sondern darum, "wer auf dem Boden unserer Grundordnung hier leben will", ergänzte der gastgebende Nürnberger evangelische Regionalbischof Stefan Ark Nitsche.

Über Gott und die Welt

Im Rahmen der Reihe „Über Gott und die Welt – Kommentare zum Zeitgeschehen in Politik, Gesellschaft und Kultur“ der Evangelischen Akademie Tutzing diskutiert Regionalbischof Dr. Stefan Ark Nitsche am Montag, 29.1.2018 um 19 Uhr mit Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly und der Leiterin des Studio Franken des Bayerischen Runfunks, Dr. Kathrin Degmair. Veranstaltungsort ist das Studio Franken des BR, Wallensteinstraße 117, 90431 Nürnberg. Der Eintritt ist frei, Anmeldung erforderlich.

Seiten

Subscribe to Evang.-Luth. Kirchenkreis Nürnberg RSS