Realisten mit offenen Armen

Ihren Dank und Respekt für Menschen, die sich für Flüchtlinge engagieren, haben die Regionalbischöfe beim Jahresempfang in St. Lorenz am 21.6.2016 zum Ausdruck gebracht.

Im Gespräch mit Thomas Prieto-Peral waren: Hamid Bagheri, Samer Al Hakim, Erwin Bartsch und Dr. Martina Löhner.

Die Ansprache der Regionalbischöfe finden Sie als pdf, Eindrücke des Abends gibt Ihnen das Photoalbum.

Reden von dem, was begeistert

Es ist eine multikulturelle Gesellschaft, die an Pfingsten vor 2000 Jahren in Jerusalem zusammenkommt: Menschen aus allen Bereichen der damaligen Welt rund um das Mittelmeer und im Nahen Osten, kulturell und sprachlich unterschiedlich geprägt.

Sie alle hören die Jünger Jesu zu ihnen reden von dem, was für sie unendlich wertvoll ist: Dass die Sache mit dem Mann aus Nazareth, der Gott und die Menschen aus tiefstem Herzen liebte und Gewaltlosigkeit in letzter Konsequenz lebte, weitergeht. Ihre Begeisterung geht ihnen so nahe, als wäre es ihre eigene Muttersprache.

Seit dem letzten Pfingstfest sind über eine Million Menschen neu nach Deutschland gekommen. Unsere Gesellschaft ist bunter geworden. Vor uns liegt eine Zeit der Integration und des Zusammenwachsens.

Finden wir die richtige Sprache dafür? Ohne Abwertung des Anderen, aber auch ohne oberflächliches Alles-richtig-machen-Wollen? Können wir begeistert von den eigenen Wurzeln sprechen: Von einer christlichen Tradition und Kultur, in der Freiheit und Verantwortung des Einzelnen, Eigenverantwortung und Solidarität der Gesellschaft zusammengehören? Von einer Tradition, aus der schließlich, auch wenn es lange gedauert hat, die Idee der Würde und der Rechte jedes Menschen hervorging?

Wenn man uns abnimmt, dass wir diese Kultur selbst gut finden und für sie stehen, dann wird die Begeisterung ankommen und nicht die Belehrung. Und das ist die wichtigste Grundlage für eine achtsame und sensible, aber auch offene und ehrliche Diskussion über die positiven Wertegrundlagen unserer bunten Gesellschaft.

Einkehr mit Bach

Im Rahmen einer besonderen Kooperation versucht RB Stefan Ark Nitsche in diesem Jahr, die Welt der Passion aus einer theologischen Perspektive zu entschlüsseln: An der Nahtstelle zwischen den beiden Teilen der Johannes-Passion, die von der Staatsphilharmonie Nürnberg unter der Leitung von GMD Marcus Bosch aufgeführt wird, spricht er "Worte zur Passion".

25. MÄRZ 2016, 18.00 UHR, OPERNHAUS Nürnberg
26. MÄRZ 2016, 17.00 UHR, LAURENTIUS-KIRCHE, Altdorf

Weitere Informationen

Passionsgespräche mit dem Regionalbischof

Unter dem Motto "Grenzüberschreitungen" spürt Regionalbischof Dr. Stefan Ark Nitsche den Aussagen über Karfreitag und Ostern im Apostolischen Glaubensbekenntnis nach. Die Gespräche fanden statt vor Karfreitag 2016 in der Erlöserkirche Fürth und in der Evang. Stadtakademie Nürnberg.

1. Passiosgespräch: Gottes Tod - Gekreuzigt, gestorben und begraben
Folien - Textblatt

2. Passionsgespräch: Höllenfahrt - Hinabgestiegen in das Reich des Todes
Folien - Textblatt

3. Passionsgespräch: Der dritte Tag - Auferstanden von den Toten
Folien
- Textblatt

Berthild Sachs Dekanin in Gräfenberg

„Das Dekanat Gräfenberg ist klein und fein, die Wege sind kurz, die Kontakte eng. Es gibt lebendige geistliche Traditionen und zugleich einen wachen Blick auf Herausforderungen und Veränderungen in Gesellschaft und Kirche. Beides will ich gerne weiter fördern und mitgestalten, auch über Dekanatsgrenzen hinweg.“ So die neue Dekanin von Gräfenberg anlässlich ihre Amtseinführung am Sonntag, 31.1.2016 durch Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern.

Die Pressemeldung finden Sie hier.

Predigt zur Jahreswende

Die Predigt von Regionalbischof Dr. Stefan Ark Nitsche im Jahresschlussgottesdienst 2015 in Nürnberg-St. Lorenz können Sie bei Soundcloud nachhören.

Gott lässt seine Welt nicht im Stich

Am 26.12.2015 Nürnberg - St. Egidien predigte Regionalbischof Dr. Stefan Ark Nitsche über den Beginn des Johannesevangeliums „Im Anfang war das Wort“. Er spannt den Bogen zurück zur biblischen Erzählung vom Anfang der Welt: „Die Weihnachtsgeschichte führt direkt hinein in den wahren Plan für diese Welt.“
Und das heißt: „Gott lässt seine Welt nicht im Stich, und dies in doppelter Weise: Er bleibt ihr als Schöpfer verbunden und er will Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für seinen Plan gewinnen. Deshalb ist der Ruf in die Freiheit für uns Menschen immer auch ein Ruf in die Verantwortung.“

Den ganzen Gottesdienst können Sie nachhören und die Predigt nachlesen.

Freundlichkeit Gottes als eigene Mitte

Die Predigt von Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern am Ersten Weihnachtstag in St. Sebald zu "Freundlichkeit und Menschliebe Gottes", von der der Titusbrief erzählt, finden Sie hier.

Dank und Respekt

In einem Schreiben an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie in den Rathäusern und Landratsämtern des Kirchenkreises sprachen die Regionalbischöfe ihnen ihren Dank und Respekt aus: "Sie nehmen diese komplexe Herausforderungssituation mit großem Einsatz und nach bestem Wissen und Gewissen an. Respekt und Danke dafür! Wir wissen aus Gesprächen, welch physische und psychische Belastung dies bedeutet, gerade angesichts des hohen Zeit- und Arbeitsdrucks."

Das Schreiben an die Mitarbeitenden in den Rathäusern finden Sie hier.

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